Sahra Wagenknecht, DIE LINKE: Bundesregierung ist devote Vollstreckerin des organisierten Geldes"Vom organisierten Geld regiert zu werden, ist genauso schlimm, wie vom organisierten Verbrechen regiert zu werden." Mit diesem Zitat von Franklin D. Roosevelt beginnt Sahra Wagenknecht ihre Rede in der Debatte über das so genannte Zweite Finanzmarktstabilisierungsgesetz und erinnert daran, dass der damalige US-Präsident in seiner Regierungszeit den Finanzsektor massiv reguliert hat. In den drei Jahren seit Ausbruch der größten Finanz- und Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg wurde die Öffentlichkeit mit Scheinaktivitäten hingehalten und getäuscht.


Mit der Vergabe neuer Verträge, die in der Regel für einen Zeitraum bis zu 20 Jahren abgeschlossen werden, haben auch die Bürger in Oldenburg die Chance sich den Großkonzernen entgegen zu stellen. Mit der Gründung der Oldenburger Energie-Genossenschaft eG i.G. wurde ein Gegengewicht geschaffen, welches als Mitbewerber an der Übernahme des Oldenburger Strom- und Gasnetzes teilnehmen wird. Damit wird auch der Stadt Oldenburg mehr Handlungsspielraum geboten, die u.a. für das Erreichen energiepolitischer Ziele eine Rolle spielen.
Durch die Genossenschaft soll ein Maximum an demokratischer Mitbestimmung erreicht werden: ein Mitglied - eine Stimme.
Um mehr über die Oldenburger Energie-Genossenschaft eG i.G. zu erfahren, wird es am nächsten Freitag, den 27.01.2012, um 19:00 Uhr im Kulturzentrum PFL eine Informationsveranstaltung dazu geben.
Wenn ihr selbst nicht könnt, aber Freunde oder Bekannte habt, die sich für ein solch wichtiges Thema interessieren, gebt doch bitte diese Information weiter. Dadurch wird auch der linke Ruf nach höherer öffentlicher Beteiligung hörbar.



Anlass ist der jetzt von der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen vorgelegte Bericht zur NS-Vergangenheit früherer Landtagsabgeordneter, der den ehemaligen Wildeshauser Bürgermeister Heinrich Müller-Bargloy als Stahlhelm-Mitglied seit 1924, NSDAP-Mitglied, Untergruppenführer beim Reichsluftschutzbund und anderes mehr entlarvt. Die Linksfraktion im Landtag hatte die Untersuchung im Jahr 2008 angeschoben mit der von ihr herausgegebenen Broschüre „Braune Wurzeln - Alte Nazis in den niedersächsischen Landtagsfraktionen von CDU, FDP und DP“. Der damals von den Linken beauftragte Historiker Hans-Peter Klausch hatte mehr als 70 belastete Abgeordnete recherchiert; die Historische Kommission kommt nun auf mehr als 200 – und der in Wildeshausen mit einer Straßenbenennung geehrte Müller-Bargloy ist einer von ihnen. Flauger machte deutlich: „Die Untersuchung zeigt vor allem: Müller-Bargloy war nicht nur ein sogenannter Mitläufer, also einfaches Parteimitglied. Er hatte Führungspositionen in den Organisationsstrukturen des Nazi-Regimes.“
Ein weiterer Fall eines ehemaligen Wildeshauser Bürgermeisters mit führender Position im NS-Regime ist Hermann Petermann, nach dem ebenfalls eine Wildeshauser Straße benannt ist. Petermann war von 1933 – 1945 Bürgermeister in Wildeshausen, nachdem er bereits 1931, also noch vor der Machtübernahme, NSDAP-Ortsgruppenleiter wurde. Flauger hält die spätere erneute Wahl Petermanns zum Bürgermeister im Jahr 1968 für ein bemerkenswertes Beispiel von Karriere ehemaliger Nationalsozialisten: „In Petermanns erste Bürgermeisterzeit von 1933 bis 1945 fiel die Zerstörung der Wildeshauser Synagoge und die Deportation von Wildeshauser Juden in das KZ Sachsenhausen. Für beides trägt er zumindest Mitverantwortung.“
Flauger kündigte einen Antrag an den Stadtrat an, mit dem sie die Umbenennung der Bürgermeister-Petermann-Straße und der Bürgermeister-Müller-Bargloy-Straße sowie die Sammlung von Vorschlägen der Wildeshauser Bürgerinnen und Bürger für neue Straßennamen erreichen will. „Ich halte es für untragbar, dass Wildeshauser Straßen nach Nazis benannt sind. Sicher fallen den Menschen, die hier wohnen, verdienstvollere Persönlichkeiten ein, nach denen wir unsere Straßen benennen können.“


Kreistagsabgeordnete Veruschka Schröter-Voigt wurde einstimmig zur neuen Kreisverbandssprecherin gewählt. Schröter-Vogit ist auch Ratsfrau im Gemeinderat Hude. Zum gleichberechtigten Kreisverbandssprecher wurde der Ratsherr der Gemeinde Hatten, Holger Gerdes einstimmig bestätigt. Gerdes bekleidet dieses Amt seit Gründung des Kreisverbandes.
Zur Kreisschatzmeisterin wurde Heidemarie Heese aus Hude gewählt. Peter Gruschke aus Wildeshausen wurde als Beisitzer des Vorstandes bestätigt.
Katharina Lindner (bisherige Kreisverbandssprecherin) und Hans-Peter Fitzek (bisheriger Kreisschatzmeister) traten aus persönlichen und beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl an. Die Mitglieder der Kreisverbandsversammlung dankten Lindner und Fitzek für ihre Arbeit in den vergangenen vier Jahren.


Mit einer Kapazität von ca. 200.000 t im Jahr gehört dieses Mischwerk zu den Großanlagen. Der Ausbauasphalt enthält polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK. Das sind organische Verbindungen, die bei unvollständigen Verbrennungsprozessen aus Kohle, Kraftstoffen, Tabak oder beim Grillen entstehen. Zahlreiche PAK sind zudem natürliche Bestandteile von Rohöl. Einige Vertreter der PAK gelten als krebserzeugend und erbgutverändernd.
Im Bereich von 2 km rund um die Anlage werden sich die giftigen Feinstäube auf den Boden ansammeln. Jede Müllverbrennungsanlage muss strengere Richtlinien einhalten, als ein Asphaltmischwerk.
Wohl nur aus Kostengründen wird die Braunkohlenstaubverbrennung einem Einsatz von Gas vorgezogen. Hierdurch kommt es zu einer zusätzlichen Umweltbelastung.
Dieser Rückschritt ins 19. Jahrhundert geht alleine auf Kosten der Bürger und Umwelt.
Kreszentia Flauger: Neujahrsansprache 2012 

Auf der Tagesordnung stand u. a. das Thema Aufwandsentschädigung. Bereits in der nichtöffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses wurde dieses Thema diskutiert und es gab eine Beschlussvorlage, dass der Grundbetrag der Aufwandsentschädigung von monatlich 150,00 EUR auf 220,00 EUR angehoben wird.
Ratsherr Holger Gerdes (DIE LINKE) stellte für die Gruppe >Bürgerfrische< / DIE LINKE klar, dass eine Aufwandsentschädigung, wie der Name es schon sagt, nur eine Entschädigung für einen finanziellen Aufwand der Ratsleute ist. Es liegen keine Aufzeichnungen vor, wo man die durchschnittlichen Kosten ermittelt hat.
Was es gibt, ist eine Empfehlung des Innenministeriums. Dort wird für Gemeinden mit bis zu 30.000 Einwohnern ein maximaler Betrag von 240,00 EUR ausgewiesen. In der Gemeinde Hatten leben zur Zeit rund 15.000 Einwohner. Hiernach dürfte der jetzige Entschädigungsbetrag von 150,00 EUR als ausreichend betrachtet werden.
Die Finanzbehörden gehen von einem Aufwand von 175,00 EUR aus, weil sie diesen Betrag als Pauschale (sog. Ratsherrenerlass) steuerfrei stellen. Für den Fall, dass eine Ratsfrau oder ein Ratsherr im Hartz IV-Bezug ist, gehen die Hartz IV-Behörden davon aus, dass es überhaupt keinen finanziellen Aufwand gibt, und wenn doch, dann ist dieser mittels Belege nachzuweisen. Der Rest wird voll auf die Transferleistung angerechnet.
Die Gruppe >Bürgerfrische< / DIE LINKE konnte zum heutigen Zeitpunkt einer Erhöhung auch nicht zustimmen, da der Haushaltsplan noch keine sicheren Daten über die künftigen Kostensituation der Gemeinde hergibt. Hierzu muss man erst den ersten Nachtragshaushalt abwarten.
Gerdes erläuterte weiter, dass es der Gemeinde finanziell auch nicht so gut gehen kann, wie immer wieder behauptet wird. Von den 25 Raumpflegerinnen der Gemeinde befinden sich 24 Damen in der Lohngruppe 2 (Stundenlohn 9,59 EUR in Einstiegsbereich) und eine Dame in der Lohngruppe 1 (Stundenlohn 8,54 EUR in Einstiegsbereich). Die Gemeindeverwaltung sieht sich nicht in der Lage nach dem Motto: "gleiche Arbeit - gleiches Geld" die eine 6-Stundenkraft auf Lohngruppe 2 zu setzen.
Die Gruppe >Bürgerfrische< / DIE LINKE beantragten, den Beschluss auf Erhöhung zu vertagen, um der Öffentlichkeit die Möglichkeit einzuräumen, ein Meinungsbild abzugeben. Mit großer Mehrheit wurde dieser Antrag gegen die Stimmen der >Bürgerfrische<, der Grünen und der LINKEN abgelehnt.