CDU-Kreise: Astrid Grotelüschen tritt zurück


Hamburger Abendblatt, 16.12.2010

Am Freitag soll bereits ein Nachfolger für die unter Druck geratene niedersächsische Agrarministerin vorgestellt werden.


Die unter Druck geratene niedersächsische Agrarministerin Astrid Grotelüschen (CDU) wird nach Angaben aus CDU-Kreisen an diesem Freitag zurücktreten. Dann solle bereits ein Nachfolger vorgestellt werden, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Donnerstagabend. Laut Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Freitag) ist der Jurist Gert Lindemann (63) der Favorit für das Amt. Der frühere Berliner Agrar-Staatssekretär aus dem Kreis Peine habe eine lange Vergangenheit als Fachmann im Landwirtschaftsressort in Hannover. Er sei danach in Berlin elf Monate Amtschef von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) gewesen.


Die Probleme der Ministerin Grotelüschen waren zuletzt immer größer geworden. Als Lobbyistin für die Massentierhaltung verschrien, tauchten neue Vorwürfe wegen Billiglöhnen und Ausbeutung von Arbeitern in einem Betrieb auf, in dem Grotelüschen einst Prokuristin war. Die 46-Jährige verlor den Rückhalt in den eigenen Reihen. Seit Tagen hatte Regierungschef David McAllister (CDU) zu den Querelen geschwiegen. Am Freitag wird er sich laut CDU-Kreisen dazu äußern.



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Grotelüschen verantwortlich für Dumpinglöhne


NDR, 15.12.2010

Neue Vorwürfe gegen Astrid Grotelüschen (CDU): Nach Recherchen des NDR Magazins "Menschen und Schlagzeilen" hat Niedersachsens Landwirtschaftsministerin als Prokuristin in einem Schlachtbetrieb in Neubrandenburg Dumpinglöhne und fragwürdige Arbeitsbedingungen mitverantwortet. Ähnlich lautende Vorwürfe zu einem Schlachtbetrieb in Wildeshausen, an dem die Familie der Ministerin beteiligt ist, hatte Grotelüschen in den vergangenen Tagen zurückgewiesen: Sie habe in dem betreffenden Betrieb nicht gearbeitet.


Neue Vorwürfe gegen "Fitkost"


Die neuen Anschuldigungen stehen in Zusammenhang mit der "Fitkost Geflügelverarbeitungs- und Vertriebsgesellschaft mbH". In dem Neubrandenburger Betrieb war Niedersachsens Landwirtschaftsministerin über 15 Jahre als Prokuristin tätig und dort nach eigenen Angaben für das Personal zuständig. Mehrere Mitarbeiter, die über einen längeren Zeitraum bei Fitkost beschäftigt waren, berichten von Billiglöhnen und Regel-Arbeitszeiten von 12 bis 13 Stunden pro Tag. Dennoch habe der monatliche Verdienst teilweise nur maximal 680 Euro betragen. [...]


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Puten-Ministerin Grotelüschen - Die Tage sind gezählt?


Abgeortneter der Regierungsparteien hat schon eine Terminvorstellung


Holger Gerdes, 08.12.2010

„Herr McAlister, entlassen Sie diese Ministerin“, forderte Ursula Weisser-Roelle (MdL, DIE LINKE) den Ministerpräsidenten auf. In der heutigen „Aktuellen Stunde“ des Landtages warteten die Zuschauer vergeblich, dass sich Ministerin Grotelüschen zu dem jüngsten Skandal äußert.


Die Luft für Ministerin Grotelüschen wird immer dünner. Laut dem Weser-Kurier weisen die Regierungsparteien nur noch pflichtgemäß die Vorwürfe zurück. "Schlimmer geht es nicht", schimpft ein Koalitionär. "Sie schadet dem ganzen Land", meint ein Kabinettsmitglied. "McAllister muss bald einschreiten." Ein anderer liefert auch schon eine genaue Terminvorstellung mit: "Zwischen Weihnachten und Neujahr wäre gut, da fällt es nicht so auf." Doch der Ministerpräsident tut sich schwer. "Er kann derzeit nicht und er will derzeit nicht", heißt es aus der CDU-Fraktionsspitze. McAllister sei das menschliche Schicksal Grotelüschens, die im Frühjahr ihr gerade erworbenes Bundestagsmandat aufgegeben habe, schließlich nicht egal.


„Ministerpräsident McAlister wird nicht mehr lange zögern können“ meint Kreisvorsitzender Holger Gerdes, der die Debatte im NDR-Livestream beobachtet hatte, „um das menschliche Schicksal der Ministerin braucht man sich keine Sorgen machen. Meine Sorge gilt dem Schicksal der beschäftigten Bulgaren in der Firma Geestland.“


Artikel im Weser-Kurier [hier klicken]


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Opposition rupft Agrarministerin Grotelüschen


Hans Brinkmann, Neue OZ, 08.12.2010

Die Opposition im Landtag hat Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen (CDU) erneut scharf attackiert und den Verdacht geäußert, dass sie über das Unternehmen ihres Ehemannes von illegalen Praktiken und Dumpinglöhnen in der Fleischindustrie profitiert.


Die Linken nahmen gestern staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen den Schlachtbetrieb Geestland, an dem Garlich Grotelüschen zu 14 Prozent beteiligt ist, zum Anlass für eine Aktuelle Stunde im Parlament. In diesem Verfahren geht es – wie berichtet – um Vorwürfe, dass in der Putenschlachterei Bulgaren illegal beschäftigt und mit Niedriglöhnen von fünf Euro bedacht worden sein sollen. „Familie Grotelüschen profitiert von Gewinnen bei Geestland, die möglicherweise durch illegale Arbeitnehmer-Überlassung und durch Lohndumping gemacht werden. Das ist skandalös“, sagte die Linken-Abgeordnete Ursula Weisser-Roelle. [...]


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Dumpinglöhne und Leiharbeit - zweifelhafte Arbeitsbedingungen im privaten Umfeld von Ministerin Grotelüschen?


Holger Gerdes, 06.12.2010

Ein Antrag der Fraktion DIE LINKE wird im Landtag am 08.12.2010 um ca 09:10 Uhr im Rahmen der "Aktuellen Stunde" behandelt.


Man kann gespannt sein, ob sich Ministerin Grotelüschen zu einer Stellungnahme durchringen kann. In Sachen "Putenvögel-Skandal" war ihr Auftritt im Landtag mehr als peinlich.


Der NDR wird die Landtagssitzung per Livestream übertragen. Selbstverständlich werden wir diese Übertragung auch hier einbinden.


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Nahezu heimlich still und leise: Grotelüschen in Dannenberg


Hagen Jung im wendland-net.de, 04.12.2010

Während der Besuch von Bundesumweltminister Norbert Röttgen am Donnerstag mit großem Presseaufgebot einherging, vollzog sich nahezu heimlich und unbemerkt am selben Tag im selben Landkreis ein weiterer Ministerbesuch: Niedersachsens umstrittene Agrarministerin Astrid Grotelüschen (CDU) ließ sich am Donnerstagabend im Schützenhaus in Dannenberg vom dortigen Ortsverband der Union zu dessen "Martiniessen" willkommen heißen.


Umgeben von ParteifreundInnen und im Schutzraum fast völliger Nichtöffentlichkeit - allerdings war ausgewählte Presse zugegen - brauchte die Besucherin aus Hannovert wohl kaum zu befürchten, mit kritischen Fragen hinsichtlich der ihr vorgeworfenen Verbandelung zum Mastbetrieb ihres Ehemannes und zu ihrer Stellung in puncto Billiglöhnen belästigt zu werden. Wie zu erfahren war, habe Astrid Grotelüschen während ihres Schmauses bei der Dannenberger CDU Großställe verteidigt und sich über Akzeptanzprobleme beklagt. [...]


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DIE LINKE: Grotelüschen bleibt untragbar – Linksfraktion kritisiert Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie


Christian Degener, 02.12.2010

DIE LINKE im Landtag hat heute ihre Forderung nach dem Rücktritt von Niedersachsens Agrarministerin bekräftigt. Die Ministerin sei nicht nur eine Lobbyistin für Massentierhaltung und ungeeignet als Tierschützerin, sie dulde offenbar auch die zum Teil schlimmen Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie. Die agrarpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Marianne König, erklärte dazu: „Ich gehe davon aus, dass die Agrarministerin sehr genau weiß, was in den Schlacht- und fleischverarbeitenden Betrieben Niedersachsens vor sich geht. Dort ist es durchaus üblich, dass ein Großteil der Beschäftigten Leiharbeiter mit Niedriglohn sind.“ Besonders wahrscheinlich sei, dass die Ministerin die Arbeitsbedingungen im Betrieb Geestland Putenspezialitäten kenne, da die Firma ihres Mannes daran beteiligt sei. Außerdem habe die Ministerin noch bis Anfang dieses Jahres als Prokuristin in der Firma ihres Mannes, der Putenbrüterei Ahlhorn, gearbeitet. In dieser Funktion sei sie auch für die Zusammenarbeit mit dem besagten Putenspezialitätenbetrieb zuständig gewesen.


Die Firma der Familie Grotelüschen profitierte von den Gewinnen der Geestland Putenspezialitäten. „Wenn sich nun der Verdacht der Staatsanwaltschaft bestätigen sollte, dass die Beschäftigten in diesem Betrieb illegal gearbeitet haben, dann wäre dies die Krönung. Das bestätigt uns wieder einmal in unserer Auffassung, dass diese Ministerin nicht tragbar ist“, so König (Bild). Sie forderte den niedersächsischen Ministerpräsidenten auf, die Ministerin zu entlassen.


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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Wildeshausener Schlachtbetrieb


NWZ Online, 02.12.2010

Wildeshausen - Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt gegen Verantwortliche des Schlachtbetriebs „Geestland Putenspezialitäten“ in Wildeshausen, wie der NDR berichtet.


Im August 2010 habe es dort eine Durchsuchung gegeben, bestätigt Carolin Castagna, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Oldenburg, im Gespräch mit unserer Redaktion. Der Vorwurf: In diesem Schlachtbetrieb seien Arbeiter aus Bulgarien über ein Subunternehmen illegal beschäftigt worden.


Es werde nur gegen „Verantwortliche des Betriebes“ ermittelt, sagt die Staatsanwaltschaft. An diesem Betrieb ist die Firma des Ehemannes der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen (CDU) beteiligt. [...]


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Staatsanwaltschaft ermittelt wegen illegaler Beschäftigung gegen Wildeshauser Schlachterei, an der Ministerin Grotelüschen 14 % Anteile besitzt


Katharina Lindner M. A., 01.12.2010

Über den letzten Skandal um Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen (Puten-Grotelüschen: "Wir brauchen keine sogenannten Tierschützer wie PETA") ist noch nicht einmal richtig Gras gewachsen, da werden schon die nächsten Vorwürfe gegen die Ministerin, deren Familie sich gewinnbringend in der Fleischindustrie betätigt, erhoben:


Laut dem NDR-Magazin „Menschen und Schlagzeilen“ ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen den in Wildeshausen ansässigen Schlachtbetrieb Geestland Putenspezialitäten GmbH und Co. KG wegen des Verdachts der Beihilfe zur illegalen Arbeitnehmerüberlassung. Recherchen des Senders haben nach eigener Aussage unzumutbare Arbeits- und Lebensbedingungen für die dort beschäftigten Osteuropäer aufgedeckt. Die Arbeitnehmer, dem Betrieb von einem Subunternehmen aus Sofia / Bulgarien überlassen, sollen zu sechst oder acht in einem Zimmer hausen, teilweise bis zu 16 Stunden am Tag anstrengende Akkordarbeit leisten und mit einem Stundenlohn von nur fünf Euro abgespeist werden. Die Schlachterei soll gegen die gesetzliche Vorgabe, die werkvertraglich gebundenen Mitarbeiter aus dem Ausland nicht die gleichen Tätigkeiten erledigen zu lassen wie fest angestellte deutsche Arbeitnehmer, die einen deutlich höheren Lohn erhalten, verstoßen haben.

Der Putenmastbetrieb Grotelüschen, dessen Geschäftsführer der Ehemann der Ministerin ist, ist mit einer Einlage von etwa 2 Millionen Euro als Gesellschafter an dem Schlachtbetrieb Geestland beteiligt. Im Sommer 2010 war der Vorwurf wegen Tierquälerei gegen einen der Abnehmerbetriebe der Grotelüschen-Küken und somit auch gegen die Ministerin laut geworden, sie hatte ihn nie ernsthaft entkräften können. Ökonomische Interessen sollen auch hinter diesen neuerlichen Vorfällen stecken, denn es sind die Eigentümer der Betriebe, meint die Wildeshauserin Kreszentia Flauger, die von Billiglöhnen profitieren und auf Kosten der hart arbeitenden Menschen ganz hemmungslos ihren Gewinn maximieren.

„Es ist nicht zu fassen, dass unsere Landwirtschaftsministerin schon wieder zeigt, dass sie auf Grund ihrer privatwirtschaftlichen Verstrickungen offenbar nicht dazu in der Lage ist, ihr Amt unabhängig und integer auszuüben“, kommentiert die Fraktionsvorsitzende Flauger die Enthüllungen. „Ich frage mich inzwischen wirklich, wozu das „C“ im Namen der CDU noch steht, wenn selbst eine Ministerin nach dem Vorbild christlicher Nächstenliebe augenscheinlich weder die Interessen der tierischen, noch die der menschlichen Geschöpfe schützt und zum Maßstab ihres Handelns macht, sondern nur ihren Gewinn maximieren will. Ministerpräsident McAllister muss endlich einsehen, dass eine Lobbyistin der industriellen Massentierhaltung als Tierschutzministerin nicht taugt und sie endlich entlassen.“ Die Landtagsfraktionsvorsitzende wird die weitere Entwicklung dieses Falls, um den sich jetzt die Staatsanwaltschaft kümmert, aufmerksam verfolgen. Grotelüschen selbst hüllte sich indes in Schweigen.


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Profitiert Grotelüschen von Billiglöhnen?


NDR, 01.12.2010

Nach Informationen des NDR Magazins "Menschen und Schlagzeilen" ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen einen Schlachtbetrieb, an dem die Familie der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen (CDU) unternehmerisch beteiligt ist. "Es geht um den Verdacht der Beihilfe zur illegalen Beschäftigung und zur illegalen Arbeitnehmer-Überlassung in einem Schlachtbetrieb in Wildeshausen", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Frauke Wilken. NDR Recherchen ergaben, dass es sich bei dem Betrieb um die Geestland Putenspezialitäten GmbH und Co. KG in Wildeshausen handelt.


Bereits im August 2010 durchsuchten die Ermittlungsbehörden den Schlachthof. Der Familienbetrieb von Ministerin Grotelüschen ist an dem Schlachthof [...]


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Bürgerfest in Hude


Holger Gerdes, 05.09.2010

DIE LINKE. Hude gegen Massentierhaltung und Lobbyministerin!


Die Huder LINKEN waren auch diesmal auf dem Bürgerfest vertreten. Unser Auftritt stand unter dem Motto: "Nein zu Massentierhaltung".


Warum wir glauben, dass Ministerin Grotelüschen als "Tierschutzministerin" nicht geeignet ist, teilten wir gerne den Huder Mitmenschen mit. Die Reaktion der meisten Menschen beim Studieren unserer Stellwand war eindeutig: Massentierhaltung ist nicht erwünscht.


Unsere Ausstellung gegen Massentierhaltung wurde kritisiert aber oftmals auch gelobt.

Es gab natürlich aber auch Kritiker unserer Ausstellung. Die Kritik richtete sich meisten gegen die Veröffentlichung der schrecklichen Bilder. Eine heftige Reaktion durften wir kurz vor dem Schluss erleben. Uns wurde vorgeworfen, dass wir verfälschte Bilder zeigten. Grotelüschen sei genau richtig auf ihrem Ministerposten und Massentierhaltung sei ein Segen für die Landwirte. Obwohl der "gute" Mann sich nicht vorstellen wollte, stellte sich heraus, dass es sich um ein Ratsmitglied der Huder CDU-Fraktion handelte.


Natürlich gab es nicht nur ernste Diskussionen, sondern auch viel Spaß für die jüngsten Mitmenschen. Das rote Glücksrad wurde immer und immer wieder gedreht. Es leuchteten die Augen, als das Rad auf den LINKEN Glücksfeldern stehen blieb. Eine kleine Belohnung bekam natürlich jede/r GewinnerIn, egal ob groß oder klein.


Die Linken besuchten aber auch den Stand der Reservisten. Nachdem sich unser Kreissprecher Holger Gerdes dort kurz vorgestellt hatte und einen Flyer "Raus aus Afgahnistan" der Bundestagsfraktion überreichte, verteilte er dort sein "Friedensmaterial" an die Besucherinnen und Besucher des Bürgerfestes. Es nicht wirklich raus, warum bei dieser Aktion die Menschen so nett lächelten. War die nette Ausstrahlung des Kreisverbandssprechers so ansteckend oder war es eine Art Schadenfreude, dass sich ein LINKER direkt vor dem "Bundeswehrstand" aufstellte?


"Wir bleiben hier in Hude am Ball", versprach Ortsverbanssprecherin Veruschka Schröter-Voigt immer wieder den interessierten Menschen an unserem Infostand.


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CDU / FDP wollen Grotelüschen-Skandal nicht aufklären?


Holger Gerdes, 19.08.2010

MdL Karl-Heinz Bley (CDU)

Die Oldenburger Gruppe der CDU-Landtagsabgeordneten stehen laut einer Pressemitteilung von Karl-Heinz Bley (CDU) aus Garrel vor und hinter Ministerin Astrid Grotelüschen.


Auf dem ersten Blick könnte man dieses kameradschaftliche Verhalten auch akzeptieren, wenn es sich um Angelegenheiten im Kegel- oder Schützenverein handeln würde. Der CDU-Wortführer Bley vergisst aber, dass die Abgeordneten im Parlament die Regierung kontrollieren sollen.


Seit 10 Tagen weicht Grotelüschen sämtlichen Fragen der Opposition aus. Die Ministerin verstrickt sich in Falschaussagen und gibt nur gerade das zu, was sowieso schon bewiesen wurde. Die CDU- und FDP-Fraktion nutzen ihre Stimmenmehrheit, um eine Sondersitzung des Landwirtschaftsausschusses zu verhindern. Selbst heute verhinderte die CDU / FDP Mehrheit im Landtag, dass ein weiterer Tagesordnungspunkt wegen Grotelüschen aufgenommen wurde.


Der Wähler erwartet von allen Abgeordneten, dass sie sich ihren Kontrollaufgaben stellen. Für ein blindes Vertrauen oder für ein Kadavergehorsam erhalten die Abgeordneten keine großzügigen Diäten. Wenn sich die Anschuldigungen gegen die oberste Tierschützerin auch nur ansatzweise bestätigen, dann muss nicht nur Ministerin Grotelüschen aus dem Amt scheiden, sondern Bley aus Garrel sollte auch gleich sein Mandat abgeben, um für einen fähigen Nachfolger den Weg frei zu machen.


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Puten-Grotelüschen: "Wir brauchen keine sogenannten Tierschützer wie PETA"


Holger Gerdes, 18.08.2010

Ministerin Grotelüschen (CDU) verhöhnte die Tierschützer anstatt ihre persönliche Verfilzung zum Tierschutzskandal aufzuklären.


Der Skandal um die oberste Tierschützerin in Niedersachsen wird immer größer. Agrarministerin Astrid Grotelüschen (CDU) sollte heute im Landtag zu den schweren Vorwürfen Stellung nehmen.


Grotelüschen sprach dann auch viel, aber sagte dabei nichts aus. Es gab auch keine Antwort darauf, warum von ihrem Faxgerät aus ein Putenmäster eine vorformulierte eidesstattliche Erklärung erhalten hatte.


Quelle: http://www.peta.de/grotelueschen

Ministerin Grotelüschen (CDU): "Wir brauchen keine sogenannten Tierschützer wie PETA"
MP3 anhören [hier klicken]

Natürlich braucht Ministerin Grotelüschen keine Tierschützer, die Tierschützer werden von den Millionen Tieren in den Ställen der Geflügelindustrie gebraucht. Jeder verantwortungsvoller Verbraucher ist dankbar für die Aufdeckungen der Tierschutzaktivisten von PETA.


Fraktionsvorsitzende Kreszentia Flauger (DIE LINKE) begründete im Landtag nochmals die Rücktrittforderung an die Ministerin Grothelüschen!

Kreszentia Flauger (DIE LINKE): "... ziehen Sie die Konsequenzen, treten Sie zurück"
MP3 anhören [hier klicken]


NDR Video: Streit um Grotelüschen spitzt sich zu [hier klicken]


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DIE LINKE zum Fall Grotelüschen:


Lobbyismus bleibt Lobbyismus, Massentierhaltung bleibt Massentierhaltung und ist Tierquälerei – LINKE fordert Grotelüschen erneut zum Rücktritt auf


Christian Degener, 11.08.2010

Marianne König (MdL)

Nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE im Landtag ist es nicht der entscheidende Punkt, ob sich die speziellen, von der Tierrechtsorganisation PETA erhobenen Vorwürfe gegen Niedersachsens Agrarministerin Astrid Grotelüschen bewahrheiten. PETA wirft der Ministerin vor, dass Betriebe, in denen sie und ihr Mann Gesellschafter sind, gegen den Tierschutz verstoßen. Marianne König, die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion, erklärte dazu: „Entscheidend ist, dass ihre privaten wirtschaftlichen Interessen die Ausübung ihres Amtes beeinflussen. Sie ist als Betreiberin von Massentierhaltung voreingenommen. Frau Grotelüschen hätte deshalb niemals Agrarministerin werden dürfen.“


Gleichzeitig wundere es nicht, dass der ehemalige Ministerpräsident Christian Wulff sie ernannt hat und der derzeitige Landeschef David McAllister an ihr festhält. „Eine Landesregierung, die die Entstehung von Europas größtem Schlachthof und 400 Mastanlagen fördert, braucht eine Ministerin, die eine Vorliebe für Massentierhaltung hat und sie durchsetzen will“, sagte König. „Doch viele Menschen in Niedersachsen haben diese Vorliebe nicht – deshalb fordern wir weiterhin den Rücktritt der Ministerin.“


DIE LINKE setzt sich für eine andere Agrarpolitik ein: für eine ökologische Landwirtschaft und für eine artgerechte Tierhaltung. König erinnerte daran, dass Massentierhaltung stets mit Tierquälerei verbunden ist: „Massentierhaltung ist per se keine artgerechte Haltung. Die Tiere werden auf kleinstem Raum gehalten; dass Tiere dabei qualvoll verenden, ist Alltag und wird in Kauf genommen.“


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Entspringt Tierquälerei christlichen Werten?


Katharina Lindner M. A., 10.08.2010

Agrarministerin Grotelüschen im Visier von Tierschützern und der Bundestierärztekammer


Quelle: http://www.peta.de/grotelueschen

Dass es nicht gutgehen kann, die Massentierhaltungslobbyistin und in der Putenmast bedeutsame Unternehmerin Astrid Grotelüschen (CDU) als Landwirtschaftsministerin einzusetzen, lag von Anfang an ganz klar auf der Hand. Die Linksfraktion hatte die Landesregierung mehrfach nachdrücklich darauf hingewiesen, dass es nicht sinnvoll ist, „ausgerechnet den Hofhund die Fleischwurst bewachen zu lassen“, doch die Bedenken verhallten ungehört.


Nun kassiert die Landesregierung eine unangenehme Rechnung für ihre Fehlentscheidung: Die aus dem Landkreis Oldenburg stammende Ministerin Grotelüschen zeigt wenig Verantwortung gegenüber den Putenküken, die von der in Ahlhorn ansässigen Brüterei ihres Ehemanns an zwei Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern geliefert worden sein sollen, wie das ARD-Magazin „Report“ berichtete. Tierschutz und artgerechte Haltung sucht man hier offensichtlich vergebens, vielmehr scheint es um jeden Preis um klingende Taler in der Fleischproduktion zu gehen. Das von Tierschützern im April und Juli gedrehte Video zeigt Zustände, die betroffen machen: „Tiere, die sich gegenseitig Augen und Federn auspicken, entsprechen gewiss nicht den Tierschutzauflagen“, so Holger Gerdes, Kreissprecher der Linken in Oldenburg-Land. „Grotelüschen, die in Sozialen Netzwerken im Internet bereits scherzhaft-herabwürdigend als „Puten-Elly“ bezeichnet wird, versteht ihr Amt offenbar völlig miss. Dass gerade die Brüterei, die ihr Mann leitet, nicht sorgsamer entscheidet, an wen sie ihre Küken liefert, zeugt von einer Ignoranz, die sich eine Ministerin nicht leisten kann.“


Im April 2010 hatte der ebenfalls aus dem Oldenburger Landkreis stammende CDU-Kreisvorsitzende Ansgar Focke MdL die Bedeutung christlicher Wurzeln und Werte für seine Partei erneut betont. Die Nächstenliebe der CDU scheint aber hier nur für Menschen zu gelten und Tiere auszuschließen. „Das C im Namen, das laut Focke für christliche Grundwerte steht und angeblich eine maßgebliche Leitlinie für die Politik der Christdemokraten darstellt, dreht in seiner geschwungenen Form den Tieren den Rücken zu“, entlarvt Gerdes das christliche Symbol als schöngefärbte Farce. Dabei weiß schon das 5. Buch Mose (22,4), dass jeder Mensch zum Eingreifen verpflichtet ist, wenn eine Tier unter seiner Last zusammenbricht. Astrid Grotelüschen und ihre Parteigenossen wissen es augenscheinlich nicht.




Von Geschöpfen und Mitgeschöpfen - Tierschutz und Religion - [hier klicken]

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Lobbyistin wird Agrarministerin


Katharina Lindner M. A., 19.04.2010

Holger Gerdes

Die am 19.04.2010 im Landtag Niedersachsen vorgenommene Kabinettsumbildung lässt tief blicken: Die zukünftige Agrarministerin Astrid Grotelüschen kennt man seit Jahren in ihrem Heimatort Großenkneten als Leiterin der zweitgrößten Mastputen-Brüterei Deutschlands. Dieser Betrieb gehört der Familie Grotelüschens, womit die zur Entscheidungsfindung nötige Unvoreingenommenheit und Unabhängigkeit als gefährdet angesehen werden können. „Es ist kaum zu erwarten, dass Frau Grotelüschen die Interessen ihrer eigenen Lobby in den Hintergrund stellen wird, denn sie ist nach wie vor als Beraterin des Stammunternehmens tätig“, so Kreissprecher Holger Gerdes. „Genauso gut könnte man einen Zuhälter als Beschützer für die Jungfräulichkeit einsetzen.“


Auch bei der Besetzung der anderen Ministerien bewies Ministerpräsident Christian Wulff kein glückliches Händchen: Das Sozialministerium wird nun mit Aygül Özkan von einer Politikerin geführt, die aus der Hamburger Bürgerschaft kommt und über keinerlei Erfahrung im Bereich Soziales verfügt. Umweltminister Hans-Heinrich Sander und Innenminister Uwe Schünemann verbleiben auf ihren Ministersesseln. „Zwei große Fehlgriffe in der Landesregierung“, so Gerdes, „behalten ihre Posten und können dadurch auch zukünftig eine falsche Entscheidung nach der anderen treffen.“


Die Kabinettsumbildung hätte eine Chance sein können, die Ministerien mit fähigeren Leuten zu besetzen. Stattdessen verkam sie zu einem Possenspiel, über das die Bürgerinnen und Bürger leider nichts zu lachen haben. Sie sind es nämlich, die die Folgen zu spüren bekommen werden.


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