Geplantes Asphaltmischwerk wird Giftschleuder in Ahlhorn?


Braunkohlestaub soll statt Gas als Energieträger genutzt werden!


Holger Gerdes, 13.01.2012

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Die Firma Johan Bunte GmbH & Co. KG aus Papenburg plant auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes in Ahlhorn ein neues Asphaltmischwerk. Beim Gewerbeaufsichtsamt wurde der Antrag auf Genehmigung dieser Neuanlage gestellt. Das Genehmigungsverfahren sieht eine öffentliche Bekanntmachung nicht vor.


Mit einer Kapazität von ca. 200.000 t im Jahr gehört dieses Mischwerk zu den Großanlagen. Der Ausbauasphalt enthält polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK. Das sind organische Verbindungen, die bei unvollständigen Verbrennungsprozessen aus Kohle, Kraftstoffen, Tabak oder beim Grillen entstehen. Zahlreiche PAK sind zudem natürliche Bestandteile von Rohöl. Einige Vertreter der PAK gelten als krebserzeugend und erbgutverändernd.


Im Bereich von 2 km rund um die Anlage werden sich die giftigen Feinstäube auf den Boden ansammeln. Jede Müllverbrennungsanlage muss strengere Richtlinien einhalten, als ein Asphaltmischwerk.


Wohl nur aus Kostengründen wird die Braunkohlenstaubverbrennung einem Einsatz von Gas vorgezogen. Hierdurch kommt es zu einer zusätzlichen Umweltbelastung.


Dieser Rückschritt ins 19. Jahrhundert geht alleine auf Kosten der Bürger und Umwelt.


Zum NWZ-Artikel vom 29.12.2011: Asphaltmischwerk als nächstes Projekt [hier klicken]

Zum NWZ-Artikel vom 13.01.2012: Kritik an Braunkohle-Befeuerung [hier klicken]





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